Rette das Radio Symphonie Orchester Wien

Petition zur Rettung des RSO Wien ... News

Wien, 23. November 2009

Sehr geehrte FreundInnen des RSO-Wien!

Mit Ihrem beeindruckendem Votum von über 31000 Unterschriften, welche am 13.11.09 an Medienstaatssekrektär Dr. Josef Ostermayer übergeben wurden, haben Sie Stimme für Stimme dazu beigetragen einen für uns alle sehr beglückenden Etappenerfolg zu erringen.Unser aufrichtiger Dank richtet sich heute an alle bisherigen UnterstützerInnen und UnterzeichnerInnen der „Petition zur Rettung des RSO-Wien“.
Das RSO ist bis 2013 im ORF Gesetzentwurf neu (2009) verankert!
Mit Ihrem beeindruckendem Votum von über 31000 Unterschriften, welche am 13.11.09 an Medienstaatssekrektär Dr. Josef Ostermayer übergeben wurden, haben Sie Stimme für Stimme dazu beigetragen einen für uns alle sehr beglückenden Etappenerfolg zu erringen.
Einige der Forderungen der Onlinepetition, die des Betriebsrates des RSO auf der Pressekonferenz vom 11.09.09 im Presseclub Concordia in Wien, des Chefdirigenten Bertrand de Billy, der großen Konzertveranstalter Wiens, des Direktors des „Theater an der Wien“, des Kunstsenats, des Österreichischen Komponistenbundes, der Gewerkschaft KmfSB, des Zentralbetriebsrates des ORF, der Vollversammlung der Arbeiterkammer Österreich und der öffentlichen Meinung, wurden am 16.11.09 von den politischen Entscheidungsträgern (Medienstaatssekretären) nach zähen Verhandlungen der Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP, nun auf den Weg gebracht.
Dies ist unumstritten ein Grund zur Freude und ein Sieg der Vernunft in Zeiten angespannter Kulturbudgets. Ein wichtiges grundsätzliches Signal aus der europäischen Kulturmetropole Wien!
Zur Faktenlage:

Forderungen des Betriebsrates und der Petition:

1. Gebührenrefundierung durch die Politik an den Erhalter ORF
2. Teilweise Zweckwidmung dieser Gebührenrefundierungen für das RSO
3. Eindeutige Verankerung der Institution RSO im neuen ORF Gesetz

Ad 1. Gebührenrefundierung wurde, zeitlich begrenzt bis 2013, von der Politik an den Erhalter ORF, wenngleich nicht in vollem Umfang, gewährt.
Ad 2: Zweckwidmung für das RSO wird im neuen ORF Gesetz bis 2013 festgeschrieben.
(§ 10a ORF Gesetz neu)
Ad 3: Da eine zeitliche Begrenzung eingeräumt wurde, kann von keiner unbefristeten Eindeutigkeit ausgegangen werden.
Interpretatorisch kann folgendes festgehalten werden:
Es gelang das RSO-Wien, zum erstenmal seit 40 Jahren seines Bestehens und im Jubiläumsjahr, im ORF Gesetzes Entwurf neu (11/2009) zu verankern.
Nachdem jener Entwurf  zwar schon den Ministerrat erfolgreich passiert hat, eine endgültige Beurteilung durch weitere Gremien aber noch ausständig ist, ist Vorsicht geboten.

Johannes Fleischmann, Bernhard ZieglerDie Finalisierung sollte jedoch bis spätestens Mai 2010 abgeschlossen sein.
Ein erster wichtiger Schritt ist gegangen. Weitere müssen folgen. Es kann unumwunden festgestellt werden, dass sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, ein Rundfunkorchester gehöre eben doch zum „Kernauftrag“ einer Rundfunkanstalt. Wie das RSO zum ORF.
In Kenntnis der langfristigen Planungsusancen eines Kulturorchesters wie das RSO, kann eine zeitlich begrenzte, an eine politische Legislaturperiode geknüpfte finanzielle Unterstützung, nur eine vorübergehende Lösung sein.
Wir möchten Sie deshalb dazu einladen unseren Kampf für den Erhalt des RSO weiterhin aufmerksam zu verfolgen, uns gewogen zu bleiben und unsere Konzerte zu besuchen.

Die Adresse www.onlinepetition.at  soll Plattform bleiben um gemeinsam das Bewusstsein zu schärfen, wie es um das RSO-Wien hinsichtlich seiner nun endgültig abzusichernden Existenz und des öffentlich-rechtlichen Auftrages einer Rundfunkanstalt wirklich bestellt ist.
Ein großer Dank gilt besonders den Gestaltern dieser Seite: Andreas Nebosis, Andreas Reiss und Michael Seidl von 24u; Paul Gulda und Walter Gürtelschmied, die uns die Arbeit um vieles erleichtert  haben.

Mit ganz herzlichem Dank an alle UnterstützerInnen!
Johannes Fleischmann (Gründer der Onlinepetition)
Bernhard Ziegler (Betriebsrat RSO)

Solange die Verankerung des RSO im ORF Gesetz neu nicht rechtskräftig ist, bleibt die RSO-Petition, kraft ihrer Intention, online.

 

In dieser Rubrik wird von Zeit zu Zeit über die neuesten Entwicklungen hinsichtlich der bis dato völlig unklaren weiteren Zukunft des RSO-Wien berichtet. Hier finden Sie die NEWS.

 

English

Dear friends of the Vienna Radio Symphony Orchestra (RSO),

Mit Ihrem beeindruckendem Votum von über 31000 Unterschriften, welche am 13.11.09 an Medienstaatssekrektär Dr. Josef Ostermayer übergeben wurden, haben Sie Stimme für Stimme dazu beigetragen einen für uns alle sehr beglückenden Etappenerfolg zu erringen.We would like to take a moment to thank all of the supporters of the ‘Petition to Save the Vienna RSO’. We presented the petition with over 31000 signatures on November 13 to Dr. Josef Ostermayer, the Austrian State Secretary for Media and can report our first concrete success in our fight!

The RSO’s existence will be guaranteed (until 2013) if the Governments draft of the new Radio Legislation is passed into law.

After difficult negotiations between the governing parties, several of the demands of the online petition (as presented in a press conference on Sept.11) were incorporated into the draft of the Radio Bill:

1 The government should pay the ORF back the subscriber fees of the socially underprivileged.
2 Part of the refunded fees should be specified for funding the orchestra.
3 The existence and support of the RSO should be defined in the upcoming new radio legislation

The fees will be (partially) refunded to the ORF.

The refunding is specified in part as financial support for RSO.

The existence of the RSO is guaranteed.

All three points are fixed in the draft of the Radio Bill, but only until 2013!

This is the first time in the 40 year existence of the RSO that it has an existence guarantee incorporated into legislation.
The draft of the bill will still be submitted to the scrutiny of several committees, so we must remain wary until the bill is actually passed into law (at the latest probably in May 2010).

Johannes Fleischmann, Bernhard ZieglerThe first steps have been taken. More must follow. We are happy to see that people in power have realized that a Radio Symphony Orchestra is indeed an essential and integral part of the public radio and televisions obligations.

The limitations on the budgetary guarantees can only be seen as a temporary solution. The future of the orchestra and the funding must be secured beyond any given legislature period.

The address www.onlinepetition.at will remain online until the Radio Legislation passes into law.

We would like online petition to be used as a platform to sharpen the awareness of the still existing problems, until a more permanent guarantee for the orchestra’s future is given. We ask you for continued support here online and of course at our concerts.

We would like to take this opportunity to thank the people who created and continue to run this link: Andreas Nebosis, Andreas Reiss and Michael Seidl from 24u.at, Paul Gulda and Walter Gürtelschmied.

And again, many thanks to all of our loyal supporters!

Johannes Fleischmann (founder of the online petition)
Bernhard Ziegler (Betriebsrat RSO)

 

NEWS +++ NEWS +++ NEWS +++ NEWS +++ NEWS +++ NEWS +++

 

26.11.2009 SPÖ und ÖVP einig über neues ORF-Gesetz www.orf.at

16.11.2009 Das RSO ist gerettet - der Standard

16.11.2009 Koalition einig: 160 Mio. Euro extra für den ORF - der Standard

16.11.2009 ORF erhält 160 Millionen Euro und ein neues Gesetz - die Presse

16.11.2009 Einigung bei ORF-Gesetz - kurier.at

16.10.2009 Artikel Format Kultur Orchestermusik

24.9.2009 Blog Music & Politics in Vienna

11.9. APA-News

11.9. Auszug aus der Rede des Betriebsrates (RSO) Bernhard Ziegler bei der Pressekonferenz am 11.09.09

18. Juli 2009 Kent Nagano / Bayerische Staatsoper

6. Juli 2009 FIM Message of Support, The International Federation of Musicians, Benoît Machuel

23. Juni 2009 Artikel auf MusicalAmerica.com

20. Juni 2009 Standard: Orchesterpläne und das dünne Eis des ORF

4. Juni 2009 Offener Brief des Leitungsteams der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien an den Generaldirektor des ORF Dr. Alexander Wrabetz

13. Mai 2009 Petition zum Erhalt des ORF-Sinfonieorchesters Wien der DOV

12. Mai 2009 Offener Brief des österreichischen Komponisten Verbandes

Radiomagazin 25/26-09: radiomagazin. gefördert.bedroht.oder aber längst verschwunden

3. Dezember 2008 Offener Brief des Österreichischen Kunstsenats zur Situation des Radio-Symphonieorchesters Wien

 


11.9.2009

Auszug aus der Rede des Betriebsrates (RSO) Bernhard Ziegler bei der Pressekonferenz am 11.09.09 im Presseklub „Concordia“, Bankgasse 8, 1010 Wien
Anwesende auf dem Podium:
Johannes Fleischmann (Initiator Onlinepetition),Walter Gürtleschmied (Moderation), Bernhard Ziegler (ZBR-RSO), Geert Langelaar (BR-RSO), Bertrand de Billy (Chefdirigent RSO), Bernhard Kerres (Konzerthaus), Thomas Angyan (Musikverein), Roland Geyer (Theater an der Wien),Angelika Möser (Jeunesse), Paul Gulda (Künstler).

Ich möchte Ihnen gerne ein griffiges Bild nahelegen, das die derzeitige Situation rund um das RSO-Wien schlaglichtartig umreisst:
„Der Gordische Knoten“.
Der Ausdruck Gordischer Knoten bezeichnet ursprünglich der Legende nach kunstvoll verknotete Seile, die am Streitwagen des Königs Gordios von Phrygien aus der griechischen Antike durch die Götter befestigt waren. Sie sollten die Deichsel des dem Zeus geweihten Wagens untrennbar mit dem Zugjoch verbinden.
Heute bedeutet die Redewendung von der Lösung bzw. Durchschlagung des gordischen Knotens die Überwindung eines schweren Problems mit energischen Mitteln.
Der Legende nach prophezeit ein Orakel, dass nur derjenige, der diesen Knoten lösen könne, die Herrschaft über Persien erringen werde. Viele kluge und starke Männer versuchten sich an dieser Aufgabe, aber keinem gelang es.
Im Frühjahr 334 v. Chr. soll Alexander der Große…. diesen Knoten einfach mit seinem Schwert durchschlagen und damit seinen darauffolgenden Siegeszug durch Asien eingeläutet haben. Es existiert jedoch auch eine andere Überlieferungsvariante, der zufolge Alexandert den Knoten durch Schläue gelöst haben soll….. Es hieß, er habe erkannt, dass er nur den Pflock herauszuziehen brauche, damit der Knoten sich auflöst.
(Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie)

Guten Morgen meine Damen und Herren!
Mein Name ist Bernhard Ziegler, ich spreche heute zu Ihnen in meiner Funktion als Betriebsrat des Radiosymphonieorchesters Wien, RSO.

40 Jahre RSO-Wien
1969 bis 2009
Man darf die Frage stellen: Ist das ein Grund zum Jubeln?
Und diese Frage ist eindeutig mit…… ja zu beantworten!
Warum?
weil das RSO Wien durch die dauerhafter Ünterstützung des Erhalters ORF und damit in letzter Konsequenz naturgemäß auch durch die Gebührenzahler, über Jahrzehnte zu dem aufgebaut werden konnte, was es heute ist.
weil dessen Schwerpunkt in der Musik seit…Gustav Mahler—und nicht bis Gustav Mahler liegt und weil es seine Rolle als einzig existenter Klangkörper für die österreichische Orchestertradition eben von Mahler über Berg,Webern,Schönberg,Korngold,Steiner,Schreker,Wellesz,Krenek,von Einem, Cerha, Schwertsik, Zykan, Gruber, Staud bis Olga Neuwirth und den inzwischen nachwachsenden Generationen wahrnimmt und pflegt.
weil es ein weltweit anerkanntes Spitzenorchester und somit Botschafter für die Modernität und künstlerische Schaffenskraft Österreichs auf dem Gebiet des grossen symphonischen Schaffens ernster Gegenwartsmusik und darüber hinaus um nur ein weiteres Beispiel zu nennen, zu einer der wichtigsten Säulen im spannendsten Opernhauses Österreichs, dem Theater an der Wien herangewachsen ist.
weil sich das RSO aber auch durch die kluge Repertoireerweiterung bis hin zu Haydn, Beethoven und Mozart , eine unverwechselbare Klangkultur erarbeitet hat und weil sich durch die  konsequente Aufbauarbeit unseres Chefdirigenten Bertrand de Billy das RSO sich auf einem beispiellosen Höhenflug befindet.
Demnach wäre ja alles in bester Ordnung, könnte man annehmen.
Warum macht dann der ­­­­­­Betriebsrat des Orchesters eine Pressekonferenz?
Um das nachhaltig verstehen zu können, möchte ich kurz stichpunktartig die Chronologie der Ereignisse des letzten Jahres nachskizzieren:
(an dieser Stelle folgten eingehende, chronologisch aufgelistete Erläuterungen der Ereignisse der Jahre 2008/09. Sie können diese in Teilen in den vorangehenden Petnews nachlesen.
 Stichpunktartig sind zu erwähnen: Ankündigung des Generaldirektors des ORF sich Stück für Stück aus der Finanzierung des RSO zurückzuziehen, Antrag der Geschäftsführung des ORF zur Ausgliederung des RSO ohne solides Finanzierungskonzept,  „Worstcase- Szenario 4“ als letzte Konsequenz des Stiftungsratsbeschlusses vom 2.April 09, Rechnungshofbericht  02/2009, Gründung der Onlinepetition (derzeit 30000 Unterschriften) etc.)

Es gibt also in der Tat berechtigte Sorge über die Zukunft des RSO-Wien.
Wir sehen uns zum einen als Spielball oder gar Verhandlungmasse zwischen den Antipoden ORF und Politik,
zum anderen vor der schier unmöglich scheinenden Auflösung jenes „Gordischen Knotens“, welcher lautet: gehört das RSO zum sogenannten Kernauftrag eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks:  ja oder nein, reichen die gesetzlichen Voraussetzungen dem ORF aus um ein Orchester wie das RSO zu betreiben: ja oder nein, ist der ORF generell weiterhin willens das RSO zu erhalten, zu ihm endlich in vollem Umfang zu stehen bzw stellt man ihm die dafür erforderlichen finanziellen Mittel durch die Politik zur Verfügung? Ja od Nein?
Alles dies zusammen bildet nun jene „Melange an Unsicherheiten“, die für ein Kulturorchester wie das RSO tödlich ist, weil sie wettbewerbsverzerrende Konsequenzen nach sich zieht.
Gelebte Usancen im Orchesterbetrieb wie die Langfristigkeit von Vertragsvereinbarungen, Künstlerengagements, die über Jahre im voraus abzuschliessen sind, Bestellung des Chefdirigenten (sinnvollerweise einige Jahre im voraus) aber auch die Effekte, die eine nach wie vor praktizierte Altergrenze von 35 Jahren für MusikerInnen, die sich um Einladungen zu Probespielen bemühen, zeitigt, werden somit schier unbewältigbar.
Junge KollegInnen denken daran in andere, wirtschaftlich stabilere Orchester abzuwandern und tun dies auch bereits. (zwei Oboen zu den Wiener Philharmonikern, Konzertmeisterin zur Wiener Volksoper). Bei Probespielen nimmt die Anzahl der BerwerberInnen dramatisch ab, Veranstalter fragen nach, ob es das RSO 2010 überhaupt noch gibt.    
Soweit so unerfreulich!
Helfen Sie bitte alle mit, diesen in aller Kürze skizzierten „Wiener Knoten“ zu zerschlagen, indem Sie umfassend informieren um Österreich sein international anerkanntes Aushängeschild im Bereich der modernen Musik zu erhalten, für eine gedeihliche Zukunft zu sichern und weiterhin zu fördern.
Am Ende der ersten Informationsrunde werden wir Betriebsräte vier Forderungen formulieren, die dazu beitragen könnten, jenen Pflock aus dem Knoten zu ziehen, der selbigen für immer lösen möge.
Herzlichen Dank auch im Namen aller KollegInnen und Kollegen des RSO-Wien.

Forderungen des Betriebsrates:

  1. Gebührenrefundierung durch die Politik an den Erhalter ORF
  2. Teilweise Zweckwidmung dieser Gebührenrefundierungen  für das RSO
  3. Eindeutige Verankerung der Institution RSO im neuen ORF Gesetz
  4. Freundliche Bewerbung der Online-Petition

 

Excerpts from the RSO orchestra representative’s speech at the press conference on Sept. 11, 2009 in the Presseklub „Concordia“, Bankgasse 8, 1010 Wien, (Bernhard Ziegler)
Present on the podium:
Johannes Fleischmann (Initiator Onlinepetition), Walter Gürtelschmied (Moderation), Bernhard Ziegler (ZBR-RSO), Geert Langelaar (BR-RSO), Bertrand de Billy (Principal Conductor RSO), Bernhard Kerres (Konzerthaus), Thomas Angyan (Musikverein), Roland Geyer (Theater an der Wien),Angelika Möser (Jeunesse), Paul Gulda (Artist).

I would like to give you a concrete parallel that exemplifies the present situation at the RSO:
                                                         The Gordian Knot
The term ‚Gordian Knot’ derives from the legend of an intricately tied knot fastened by the Gods to the chariot of King Gordias of Phrygia. Today the term is  used as a metaphor for an intractable problem, solved by a bold stroke ("cutting the Gordian knot") As the legend goes an oracle prophesied that the one to untie the knot would become the king of Asia. Many strong and wise men tried without success. In 333 BC, while wintering at Gordium, Alexander the Great attempted to untie the knot. When he could find no end to the knot, to unbind it, he sliced it in half with a stroke of his sword, producing the required ends (the so-called "Alexandrian solution"). In a variation of the legend, Alexander pulled the stake out of the knot rather than cutting it. Either way, Alexander did go on to conquer Asia fulfilling the prophecy.
(Source: Wikipedia)
My name is Bernhard Ziegler and I am speaking to you today in my function as representative of the Vienna Radio Symphony Orchestra, RSO
40 Years Radio Symphony Orchestra (RSO) Vienna
1969 - 2009
One may ask: is that a reason to celebrate?
And the answer to this question is an unqualified…… YES!
Why?
-because the RSO, over decades, has been able to become what it is today through the continued support of the ORF and therefore, naturally, through the support of the ORF’s paying subscribers.
-because of its  focus is on music since Gustav Mahler – and not until Gustav Mahler and because of its role as the only existing orchestra that recognizes and nurtures the Austrian orchestral tradition from Mahler through Berg,Webern,Schönberg,Korngold,Steiner,Schreker,Wellesz,Krenek,von Einem, Cerha, Schwertsik, Zykan, Gruber to  Staud , Olga Neuwirth and the up-and-coming generation of composers.
-because it is recognized world-wide as a first-rate orchestra and as ambassador for Austria’s modernity and artistic creativity in the realm of large orchestral contemporary composition. And to give just one more example, because it has become one of the most important pillars of one of the most exciting opera houses in Austria, the Theater an der Wien.
-because the RSO has developed its unique and unmistakable sound by expanding its repertoire to include Haydn, Beethoven and Mozart and because, thanks to the consistent groundwork laid by its principal conductor Bertrand de Billy, the RSO is soaring to unparalleled heights.
One could assume that everything is fine.
Then why is the orchestra representative holding a press conference?
To understand effectively, I would like to give a brief outline of the chronology of the events of the past few years:
(Detailed, chronological examples of the events of the 2008/2009 season followed at this point. You can read about them in the previous Petnews.)
 
Certain key moments should be mentioned: The ORF General Director’s announcement of his intent to withdraw, bit by bit, the financial support of the RSO; ORF management’s proposal to outsource the RSO without a solid financial concept; Worst Case ‘Scenario 4’ as the last resort of the foundation board decision of April 2, 2009; the report of the government controllers office from February 2009; the founding of the onlinepetition.at (currently 30000 signatures); etc.
The worries about the future of the RSO-Vienna are well founded.
We see ourselves as a plaything or bargaining tool in the conflict between ORF and politicians.
 And we find ourselves seeking the seemingly ‘impossible’ solution to that Gordian knot:
 Is the RSO part of the so-called core competence of a state-funded public broadcasting system?
 Are the legal stipulations of the Radio Law sufficient to allow the ORF to run an orchestra such as the RSO?
Is the ORF willing to maintain the RSO, to offer it complete support or to make the necessary financial support available to the orchestra?
Will the government provide additional funds to secure the orchestra’s future?
The uncertainty that these unanswered questions conjure up is deadly for an orchestra of the RSO’s caliber and has a devastating effect on its continued success.
It is practically impossible to follow standard practices in the running of an orchestra: long-term planning of contracts and artistic engagements, generally agreed upon years in advance or the contracting of the principal conductor (logically done few years ahead of time). The uncertain future looms in the heads of the younger orchestra members who in order to get another job  must be generally under 35 to be invited to audition elsewhere.

Young colleagues are not only thinking about moving on to other, more financially stable orchestras, they are also doing it: 2 oboes have gone to the Vienna Philharmonic, one concertmistress to the Volksoper. The number of applicants for RSO jobs has dropped drastically. Presenters ask if there will be an RSO season 2010.   
That is bad news.
Please help to untie this briefly outlined „Viennese Knot“. Please spread the word about the dangers facing this internationally acclaimed Austrian ambassador of modern music. Please help us to stay alive and to enjoy a secure and artistically productive future.
The orchestra representatives have four wishes that if granted would perhaps pull the stake out of this ‚knot’ and untie it forever.
Warm thanks from us and from all the members of the RSO-Vienna

Demands of the Orchestra Representatives:
1 The government should pay the ORF back the subscriber fees of the socially underprivileged.
2 Part of the refunded fees should be specified for funding the orchestra.
3 The existence and support of the RSO should be defined in the upcoming new radio legislation
4 Your help in spreading the word about our Online Petition (onlinepetition.at)
(Text BZ) 

 


2.7.2009 PetNews

Vor dem Sommer ist es an der Zeit das bereits Erreichte zu rekapitulieren,  zu danken und das weitere Procedere zu skizzieren.
 Die Initiative  www.onlinepetition.at  entwickelte sich in den letzten Wochen, mit ihren quer durch die Gesellschaft gesammelten 29000! Unterschriften, zum beeindruckend vitalen Ausdrucksmedium, zur Plattform der vielfältigen Meinungsäußerung über Kultur und Musik im allgemeinen, gespickt mit klugen Kommentaren und Solidaritätsbezeugungen, aber im speziellen zur kraftvollen Unterstützungskampagne für das Radiosymphonie Orchester RSO-Wien.
Dies hat nicht nur mit reiner Sympathie für das Orchester allein zu tun. Die derzeitige Situation des RSO ist vielmehr eine Symbolhafte, stellvertretend und mit einem sensiblen Gradmesser betrachtet, ausdrückend, was gesellschaftlich zumutbar ist und wo aber die Schmerzgrenzen des Sparens im Kulturbetrieb liegen.
Im Vordergrund steht für viele UnterzeichnerInnen die Erkenntnis, sich für kulturelle Notwendigkeiten persönlich stark zu machen um sie zu schützen und so einen grunddemokratischen Beitrag zu leisten, mitzugestalten, jenseits von reinem Quotendenken und marktwirtschaftlichen Aspekten.
Es ergibt sich daraus die legitime Frage, wie viel Kultur will und kann sich eine Gesellschaft leisten und wer zahlt dafür. In diesem Zusammenhang ist nun zuvorderst die Politik sowie der ORF, als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt an der Reihe, sich eindeutig zu positionieren.
Außer  diversen Lippenbekenntnissen liegen bis heute keine eindeutigen Finanzierungskonzepte vor, weder vom Erhalter ORF noch von Stadt, Land oder Bund. Das Ergebnis ist ein unsägliches Hin- und Herschieben von Kompetenzzuständigkeiten ohne reelle Lösungsansätze.
Dies alles im Kontext eines beispiellosen künstlerischen Höhenfluges des Orchesters in seinem „40 Jahre RSO-Wien“ Jubiläumsjahr.
Die Verhandlungen des ORF- Stiftungsrates vom 18.Juni 2009, brachten weder eine Entschärfung des sogenannten „Szenarios 4“, noch einen gangbaren Ansatz zur Lösung der Existenzkrise des RSO.
Wir bitten Sie deshalb weiterhin um Ihre freundliche Unterstützung und Ihre Mithilfe, die Anzahl der Stimmen über die Sommermonate noch deutlich zu erhöhen.
Die nächsten Termine in diesem Zusammenhang sind die Enquete zum Thema ORF am 17. September im Wiener Parlament, sowie ein erneuter ORF-Stiftungsrat Ende September.
Eine sensibilisierte, aufmerksame Öffentlichkeit wird vonnöten sein, den kommenden „heißen“ Herbst 2009 zu meistern.
Vielen Dank an alle die sich für das RSO-Wien einsetzen!!

2.7.2009 PetNews

Before the summer begins we would like to take a moment to review our accomplishments, express our gratitude and outline the plans for the coming fall.

The initiative www.onlinepetition.at with over 29000 supporters! has developed into an impressive and lively medium; a platform for varied opinions about culture and music in general  and specifically a very strong support campaign for the Vienna Radio Symphony Orchestra RSO-Wien

In addition to solidarity for the orchestra, many see the RSO’s present situation as symbolic: to what extent are cuts in cultural agendas acceptable for society and when do they threaten to overstep the threshold of tolerance?

Many supporters have come to realize that individuals in a democracy must take a stand on important issues such as these so that market economy and quota mentality not be the sole determining factors.

This raises legitimate questions: How much culture can and should society afford and who should pay for it? In this context it is time for the politicians and the ORF, as the public broadcasting station, to position themselves clearly.

There is still no clear concept for the future financing of the RSO, neither from ORF, nor from City, State or Federal governments. No one wants to take the responsibility, and the problem is shunted back and forth without any concrete solutions.

This is all happening while the RSO is enjoying unparalleled artistic success as they approach the ’40 Years RSO ‘Anniversary Season. (2009/10).

The ORF board meeting in June provided no relief from the threats of ‘scenario 4’ nor did it offer any workable approach to resolving the crisis threatening the existence of the RSO.

We would deeply appreciate your continued support throughout the summer. With your help we hope to significantly increase the number of petition signers.

The next deadlines regarding the RSO are a parliamentary inquiry dealing with the ORF on Sept 16, and the ORF board meeting at the end of September.

An active and aware public is crucial in order to succeed in the battle that awaits us in the coming months!

Once more our thanks to everyone supporting the RSO!

 


 

Am 18. Juni 09 wird das oberste Aufsichtsratsgremium des ORF in Wien erneut zusammentreten, jener Stiftungsrat, durch dessen unvermittelt eindeutiges Votum für ein restriktives ORF „Kaputt-Sparprogramm“, das sogenannte „Szenario 4“ überhaupt erst möglich gemacht wurde, welches in letzter Konsequenz die sofortige Auflösung des RSO zur Folge hätte.

Der aus kultur- und gesellschaftspolitischer Sicht äußerst bedenkliche Umstand, dass obengenannte Entscheidungsträger in der Mehrzahl offensichtlich keine große Not mit der Zerstörung dieses über 40 Jahre gereiften Klangkörpers hätten, stimmt alle davon Betroffenen nachdenklich, wütend und nicht sehr hoffnungsfroh.

Das Zögern und Zaudern der kulturpolitischen Entscheidungsträger des Landes ermöglicht es nun zusätzlich, dass Tag für Tag die internationale Blamage für das Kulturland Österreich anwachsen kann:
Unterschrift für Unterschrift!

Ein insgesamt unerträglicher Zustand.

Wien darf sich immerhin als die „Wiege der Modernen Musik“ bezeichnen lassen. Und das ist genau das Spezialgebiet des RSO-Wien, dem einzigen noch verbliebenen Radio-Symphonieorchester Österreichs.

Heute schweigen die Repräsentanten aus Stadt und Land lieber über die angedrohte Auflösung eines ihrer Orchester, mit dem sie sich sonst national wie international gerne brüsten, anstatt sich schützend davor zu stellen.
Widerstehen Sie der fortschreitenden Gleichgültigkeit und der schleichenden Provinzialisierung einer Gesellschaft, die sich ihrer kulturellen Schätze wirklich rühmen könnte!

Helfen Sie uns und unterstützen Sie die www.onlinepetition.at  weiterhin mit Ihrem überwältigenden Votum für eine Bewahrung der spannenden und innovativen Kultur und Kunst, besonders in (für uns alle) wirtschaftlich schwierigen Zeiten!

 

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