Rette das Radio Symphonie Orchester Wien

Solidarität

Georges Prêtre

"Ganz ohne Zweifel leistet das ORF Radio-Symphonieorchester seit vielen Jahren einen bemerkenswerten Beitrag zum Wiener Musikleben. Es ist ein sehr wichtiges Orchester, das auf keinen Fall von Wien und Österreich trennbar ist. Deswegen beteilige ich mich an dieser Petition, die mir sehr am Herzen liegt."

 

Placido Domingo:

I have worked on several occasions with the RSO, an orchestra of
extraordinarily high standards, and I think that in a country like Austria,
with all the cultural events that go on in Vienna, Salzburg, Bregenz and
elsewhere, it is absolutely necessary for this orchestra to survive.
Austria should be happy and proud that there are not only the Wiener
Philharmoniker and Wiener Symphoniker but also an orchestra as fine as the
RSO!

 

Anna Netrebko

Ich hatte die Gelegenheit mit dem RSO anlaesslich eines Konzertes in Schoenbrunn im Sommer 2008 zusammenzuarbeiten und habe dabei ein hochprofessionelles und engagiertes Orchester kennenlernen duerfen. Es hat mir grosse Freude gemacht, mit diesen grossartigen Musikern zu musizieren und ich sehe, welch besonderen Beitrag dieses Orchester regelmaessig zum vielfaeltigen Wiener Musikleben leistet. Wir moechten das RSO in Wien nicht missen!

 

Elfriede Jelinek:

Einen Klangkörper tötet man nicht!

 

Karl Markovics:

Ich kann es nicht fassen, auf welche Ideen man kommt, um vorgeblich Geld zu
sparen.
Das ORF RSO Wien ist ein Klangkörper von internationalem Format.
Sparen wir lieber Kleingeist und Kurzsicht ein!

 

Helmuth Lohner:

"Die Auflösung des ORF-Orchesters
wäre eine absolute Kulturschande -
bereits die Überlegung ist beschämend!"

 

Christian Altenburger

Das RSO Wien ist seit vielen Jahren ein höchst qualitätvoller Bestandteil der Österreichischen Musikszene und hat sowohl durch sein Engagement für zeitgenössische Musik, als auch durch exemplarische Aufführungen von Werken der Klassik und Romantik einen entscheidenden Beitrag zum ausgezeichneten Ruf des Musiklandes Österreich geleistet.
Der Fortbestand dieses hervorragenden Klangkörpers sollte uns allen ein Anliegen von höchster Priorität sein.

 

Paul Gulda

Die Finanzkrise bietet derzeit an vielen Stellen den Vorwand, angeblich unrentable Institutionen des Gemeinwesens
auszutrocknen oder mundtot zu machen.
Wenn wir Musiker uns jetzt nicht zu gemeinsamem Handeln entschließen, wird das unabsehbare Folgen haben.
Gerechte Verteilung ist die Frage der Zeit, weltweit ebenso wie in Österreichs Kulturszene.
Die Politik ist aufgerufen, die Mittel dort abzuschöpfen, wo sie im Überfluss vorhanden sind,
die Musiker und Kulturschaffenden ihrerseits zur solidarischen Haltung.

 

Angelika Möser, Generalsekretärin Jeunesse – Musikalische Jugend Österreichs

Die qualitätvolle und engagierte Arbeit des RSO Wien garantiert im österreichischen Musikleben vorallem die Auseinandersetzung mit zeitgenössischem Orchesterrepertoire auf höchstem Niveau. Ganz abgesehen von all den anderen vielfältigen Aufgaben des Orchesters in den Symphoniekonzerten der hiesigen Konzertveranstalter - auch im Rahmen der Jeunesse -, in konzertanten und szenischen Opernproduktionen und bei diversen Sonderprojekten, die nur durch die Rückendeckung des ORF, der damit seinem Kulturauftrag nachkommt, ermöglicht werden. Das Orchester ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Musikszene.
Es ist ein Armutszeugnis für alle in dieser Causa Verantwortlichen, dass man eine Diskussion über eine finanziell nicht gesicherte Ausgliederung bzw. eine Auflösung dieses Klangkörpers überhaupt zulässt. Damit schadet man nicht nur dem Orchester sondern auch dem Ruf der „Musiknation“ Österreich.
Der ORF sollte vielmehr diesen Schatz hüten und ihm innerhalb des Unternehmens den hohen Stellenwert zugestehen, der ihm gebührt.

 

Roland Geyer
Intendant Theater an der Wien

Seit nunmehr zehn Jahren verbindet mich mit diesem hervorragenden Klangkörper eine äußerst fruchtbare und künstlerisch hochwertige Zusammenarbeit, wobei sich das Orchester als eine der wesentlichen Stützen im Spielbetrieb des Theater an der Wien etabliert hat.
Das Radio-Symphonieorchester Wien genießt aufgrund seiner ausgezeichneten künstlerischen Qualität in Österreich wie im Ausland einen überaus hohen Stellenwert. Dass diese hohe Reputation und Qualität nicht von selbst andauert, sondern immer wieder von neuem gefestigt und bestärkt werden muss, ist offenkundig und verlangt eine uneingeschränkte Bestandssicherung dieses Orchesters.

 

 Wolfgang Schuster

 

Mit grösster Sorge beobachte ich, nicht nur als Mitglied der Wiener
Philharmoniker i.R., sondern auch als Künstlerischer Leiter des Festivals
Attersee Klassik, die laufende unwürdige Diskussion um den Weiterbestand des
ORF-Orchesters.
Eine Ausgliederung ohne entsprechende Absicherung kommt einer
Kindesweglegung an eine Institution gleich, die den österreichischen
Rundfunk seit der ersten Zeit seines Bestehens begleitet hat und die für das
Musikverständnis vieler Generationen von Radiohörern prägend war. Natürlich
hat sich im Lauf der Zeit einiges geändert, jedoch gibt es Grundzüge der
Anständigkeit, die man einem so bedeutenden Teil des österreichischen
Rundfunks entgegenbringen sollte.
Aus persönlicher Sicht, sowohl als Zuhörer - zuletzt bei Pelléas et
Mélisande im Theater an der Wien - oder als Veranstalter (das Orchester war
im Vorjahr unter Bertrand de Billy bei Attersee Klassik zu Gast), kann ich
einschätzen welches Qualitätsniveau dieses Ensemble in den letzten Jahren
erreicht hat.
Das ORF-Orchester stellt, auch wenn das manche Geldgeber nicht einsehen
wollen, einen erheblichen Teil der Corporate Identity des ORF als
Kulturinstitution dar. Diese Institution durch Ausgliederung der Zerstörung
preiszugeben ist unverantwortlich und einer Kulturnation, wie Österreich es
ist, unwürdig.

 

Prof. Dr. Clemens Hellsberg
Vorstand der Wiener Philharmoniker

Das RSO Wien ist nicht nur eine unverzichtbare Bereicherung der Orchesterlandschaft Wiens, sondern ein charakteristisches Merkmal der "Hauptstadt der Musik": Die Breite des Repertoires, die künstlerische Qualität und die beeindruckende Ambition der Orchestermitglieder machen diesen Klangkörper zu einem Spitzenensemble, auf das jede Rundfunkanstalt der Welt stolz sein könnte.

 

Peter Siakala
Orchestervorstand der Wiener Symphoniker

Es ist zu hoffen, daß das RSO Wien, also ein Orchester, das Wiener Klang- und Musizierkultur mit stupender, die ständige Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik reflektierender technischer Brillanz verbindet, in seiner vollen nationalen und internationalen Bedeutung erhalten bleibt
„Für ein Land, das zu einem Gutteil vom Ruf als Kulturnation, als Kulturmetropole lebt, ist es eine unbedingte Notwendigkeit, ein Orchester zu haben, das es erst ermöglicht, die heute komponierte Musik einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Das ist die Aufgabe eines Rundfunkorchesters. Daher ist es eine Schande für Österreich, die Existenz dieses Orchesters durch  Ausgliederung aus dem ORF zu gefährden. Damit schadet man nicht nur dem RSO,  sondern man untergräbt eine Grundsäule des Österreichischen Selbstverständnisses!"

 

Peter Gallaun
Betriebsratsvorsitzender im Orchester der Volksoper Wien

Ich bin entsetzt über die Entwicklung im RSO Wien. Eine der letzten Möglichkeiten die der ORF noch besitzt um den gesetzlich verankerten Kulturauftrag – der meiner Meinung nach ansonst überhaupt nicht mehr wahrgenommen wird – zu rechtfertigen! Wenn diese Bastion fällt, sind Gebühren wie sie der ORF einhebt absolut nicht mehr gerechtfertigt. Es geht aber in erster Linie um einen kulturellen Tabubruch in einem Land, dass sich international immer gerne als Kulturnation präsentiert und vor allem in Wien – wie viele unabhängige Studien beweisen – sehr gut davon lebt. Ein solch renommiertes Orchester einfach aus dem österreichischen Kulturleben zu streichen oder noch schlimmer unter dem Deckmantel einer Ausgliederung langsam - von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen - sterben zu lassen, stellt für mich einen kulturellen Supergau dar. Helfen wir mit – damit meine ich alle österreichischen Orchester und ihr Publikum –  damit dieses Horrorszenario vielleicht doch noch verhindert werden kann.

 

Wolfgang Buxbaum
BR-Tonkünstlerorchester NÖ

Mit großer Bestürzung verfolge ich seit Monaten die Diskussion um die Ausgliederung des RSO. Was bedeutet Ausgliederung in diesem Fall? Das Abschieben der Verantwortung, zwar mit der vorläufigen Verpflichtung, für ein paar Jahre die Kosten zu übernehmen, aber das Ende dieses Orchesters liegt damit sozusagen auf der Hand! Es ist mir unverständlich, wieso die Verantwortlichen im ORF dieses musikalische Juwel abzuschieben versuchen, anstatt in guten PR-Aktionen hervorzuheben, was für ein einzigartiger Klangkörper vom ORF erhalten und auch gefördert wird.

Mit der Hoffnung, dass diese Ausgliederung niemals stattfinden wird

 

Günther Gradischnig                                                          
Betriebsratsvorsitzender Brucknerorchester Linz

Mit großer Bestürzung verfolgen meine Kollegen und ich die Diskussionen über die Zukunft des RSO Wien. Der ORF muss sich seines Kulturauftrages bewusst sein und sollte unter keinen Umständen die Existenz seines seit Jahrzehnten international anerkannten Orchesters in Frage stellen. In der Kulturnation Österreich, der Musikstadt Wien und vor allem im ORF muss das RSO Wien auch in Zukunft ein unverzichtbarer Bestandteil der Musiklebens bleiben.    

 

BR, Grazer Philharmonisches Orchester,Mag. Kurt Mörth (O.Biber,Schriftführer i.A.)

Das enorme Ausmaß der Solidaritätskundgebungen mit dem Radio-Symphonieorchester Wien bezeugt die Tragweite kulturpolitischer Entscheidungen.
Die Blüten des Kulturgutes eines Landes kurzfristigen Finanzerwägungen zu opfern führt langfristig zum oft strapazierten Werteverfall einer Gesellschaft.In diesem Zusammenhang hoffen wir, daß sich alle Entscheidungsträger ihrer weitreichenden Verantwortung bewußt werden und jegliche Ausgliederungsszenarien ad acta legen.

 

Matthias Kuckuk
Orchestervorstandsvorsitzender des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters

Wie kann man überhaupt auf den Gedanken kommen das einzige Rundfunkorchester Östereichs über die Klinge springen zu lassen!!!
Das kann nur kulturlosen Politikern einfallen!!
STOPPT DAS KULTURSTERBEN!!

 

Der Orchestervorstand des Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks
Hamburg

Mit großer Bestürzung haben wir, das Sinfonieorchester des Norddeutschen
Rundfunks Hamburg, von der drohenden Schließung des
Radio-Symphonieorchesters Wien erfahren. Es erfüllt uns mit Unverständnis
und Ärger, dass das einzige Rundfunk-Sinfonieorchester Österreichs, welches
sich mit höchster Qualität
-hervorragend vor allen anderen bedeutenden Wiener Orchestern- besonders um
die zeitgenössische Musik verdient gemacht hat, fadenscheinigen
wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen soll. Wir sehen es als eine
blamable kulturelle Bankrotterklärung sowohl für die so genannte
„Musikhauptstadt Wien“ als auch für ganz Österreich an, wenn kurzsichtiges
Quotendenken, unter dem der Bildungsauftrag eines öffentlichen Senders und
wegweisende kulturelle Ereignisse wie "Neue Musik" immer zu leiden haben,
zum Maßstab einer derartig weitgreifenden Entscheidung erhoben wird.
Wir fordern hiermit alle am Entscheidungsprozess beteiligten Gremien und
Parteien des Österreichischen Rundfunks auf, ihre Entscheidung noch einmal
zu überdenken. Das ORF-Sinfonie Orchester muss in seiner heutigen Form und
Trägerschaft erhalten bleiben!

 

Petition zum Erhalt des ORF-Sinfonieorchesters Wien

Die in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt tagende Delegiertenver-sammlung der Deutschen Orchestervereinigung mit Vertretern aus 150 deutschen Opern-, Konzert- und  Kammerorchestern  sowie  Rundfunk-klangkörpern, darunter 12 deutsche Rundfunkorchester,  hat am 13. Mai 2009 einstimmig folgende Petition verabschiedet:

Die Verantwortlichen des Österreichischen Rundfunks und der Österreichi-schen Bundesregierung werden aufgefordert, alles nur Erdenkliche zum Erhalt des ORF-Sinfonieorchesters Wien zu tun. Die Stimme Österreichs im Konzert der nationalen Rundfunkanstalten und in der Europäischen Rundfunkunion EBU darf nicht verstummen. Das internationale Ansehen Österreichs, als das große Land der klassischen Musik, das internationale Renommee, welches auch von berühmten Komponisten, Interpreten, eigenen Orchestern begründet wurde, würde unwiderruflich schweren Schaden nehmen. Die eigene musikalische Stimme des österreichischen Rundfunks darf nicht verstummen.

Wir fordern: Erhalten Sie das RSO Wien im ORF!

Erfurt, 13. Mai 2009

Für die Delegierten der Deutschen Orchestervereinigung

Gez.
Hartmut Karmeier
Vorsitzender des Gesamtvorstandes

 

Zdenka Infeld, Ing. Mag. Walter Göth
Geschäftsführung Thomastik-Infeld, Wien - Musiksaiten

Die Auflösung des RSO Wien ist ein Raubbau an Österreichs weltbekannter Kulturtradition. In dieser Stadt entstanden nicht nur meisterhafte Musikstücke, es ist auch das musikalische Angebot bis heute reichhaltig wie kaum sonst wo. Darauf kann Wien zu Recht stolz sein und das RSO Wien ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieses Kulturlebens!

Viele weltbekannte Hersteller von Musiksaiten, Mikrophonen, Klavieren sowie Hi-Fi Anlagen sind hier in Wien angesiedelt und leben in einer ständigen Symbiose mit dieser Musikstadt. Seit Jahrzehnten unterstützt unser Unternehmen Kulturschaffende und kulturelle Institutionen unterschiedlichster Couleurs. Oftmals besteht kein unmittelbarer wirtschaftlicher Gegenwert, dennoch sehen wir unser Engagement als Teil einer wichtigen gesellschaftlichen Verantwortung und leisten somit unseren Beitrag zum Erhalt dieses wertvollen Erbes.

Gerade eine öffentlich-rechtliche Institution wie der ORF sollte sich seines Beitrages in kultureller wie finanzieller Hinsicht bewusst sein: keine  Investitionen in die kulturelle Zukunft unseres Landes zu tätigen, bedeutet auch, keine Verantwortung für die Zukunft übernehmen zu wollen. Dies finden wir äußerst bedauerlich und hoffen, dass uns das RSO Wien weiterhin erhalten bleibt!

 

Breitkopf & Härtel / Dr. Frank Reinisch

Es ist schlechterdings undenkbar, dass die Existenz des RSO Wien aus Etatgründen gefährdet sein soll. Die Folgen für das österreichische Musikleben - auch in seiner internationalen Ausstrahlung - wären verheerend. Wir appellieren an die Verantwortlichen, die Ausnahmstellung dieses herausragenden Ensembles zu würdigen und bei allen, auch künftigen Sparmaßnahmen zu verschonen.

 

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